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Sportgemeinschaft Schwalbach 1910 e.V. PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Administrator   
Samstag, 30 Juli 2005
Artikel Inhalt
Sportgemeinschaft Schwalbach 1910 e.V.
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Im Jahre 1960 feierte die SG vom 17. bis 20. Juni ihr 50jähriges Stiftungsfest un­ter großer Anteilnahme der Bevölkerung. Die Feierlichkeiten begannen jedoch schon 14 Tage früher, am Pfingstsonntag, mit einem Schülerturnier. Am 17.6. fand eine große Boxsportveranstaltung im Festzelt statt, und zwar boxte die da­mals sehr bekannte Staffel Brandoberndorf mit dem deutschen Meister Rege­nauer gegen Bad Godesberg. Beim Festkommers am Samstag wirkten neben dem Frauen- und Männerchor und dem Spielmannszug der FFW Schwalbach auch die Gauturnriege Lahn-Dill, der Radsportverein Teutonia Krofdorf-Gleiberg so­wie die Gymnastikgruppe des TV Wetzlar-Niedergirmes mit. Am Sonntag nah­men viele Gastvereine am großen Festzug teil. Um 8.00 Uhr begann ein Fußball­turnier und um 16.00 Uhr fand das Gastspiel der 2. Amateurliga FV Breidenbach gegen TuSPs Naunheim statt. Mit dem traditionellen Montagsfrühschop­pen klang ein gelungenes Fest aus.

Wilhelm Watz, der Gründer des Vereins, war aus Amerika zu Gast und wurde zum Ehrenmitglied ernannt und mit der golde­nen Vereinsnadel ausgezeichnet. Hubert Köntges wurde für seine vorbildliche und unermüdliche Jugendarbeit vom Kreisausschuß für die Jugendpflege beson­ders geehrt.

1962 wurde Schwalbach erstmals Sieger im Siebenmühlental-Pokal. Im gleichen Jahr war die l. Mannschaft lange Zeit Spitzenreiter und Herbstmeister vor Waldgirmes, Ehringshausen und Büblingshausen. Am Ende der Punktrunde reichte es jedoch nur zum 2. Platz hinter dem Meister Büblingshausen.

Im Jahre 1964 fand eine neue Klasseneinteilung statt. Die ersten 10 Mannschaften aus der Tabelle der A-Klasse Wetzlar und die ersten 6 Mannschaften aus der Tabelle der A-Klasse Weilburg aus dem Spieljahr 1963/64 wurden zu einer Gruppe Wetzlar/Oberlahn zusammengelegt, um die Spielstärke dieser Klasse zu erhöhen. Im gleichen Jahr wurde der Siebenmühlental-Pokal zum zweiten Mal nach Schwalbach geholt.

Im Spieljahr 1966/67 war die S.G. fast die gesamte Spielrunde Spitzenreiter und im letzten Meisterschaftsspiel konnte dank der 3 Tore von Hans-Jürgen Kuhl ein 3: l-Sieg in Erda erspielt werden. Somit war die Mannschaft erstmals in ihrer Ver­einsgeschichte Meister der A-Klasse und stieg in die Bezirksklasse auf. Leider fehlte es der jungen und ehrgeizigen Mannschaft an Erfahrung und so musste man neben sehr knappen und unglücklichen auch sehr hohe Niederlagen ein­stecken. Am Ende der Meisterschaftsrunde war der Abstieg besiegelt und mit der Erfahrung, die die Mannschaft in der höheren Klasse erworben hatte, spielte man wieder in der A-Klasse Wetzlar/Oberlahn. 1969 und 1970 wurde unsere B-Jugend jeweils Kreispokalsieger. Die l. Mannschaft spielte mit Wechselerfolgen im Meisterschaftsspielbetrieb und nahm freundschaftliche Beziehungen mit V.V. Moordrecht (Holland) auf.

Das 60jährige Vereinsjubiläum, verbunden mit dem 50jährigen Jubiläum der Fußballabteilung, wurde in der Reithalle gefeiert. Hier erhielt Wilfried Schmidt für 500 Spiele im Trikot der S.G. eine besondere Ehrung.

1971 gründete man mit der S.G. Oberwetz eine Spielgemeinschaft, da viele Spie­ler beider Mannschaften ihre aktive Laufbahn beendeten. Prompt folgte im Spieljahr 1971/72 der Abstieg in die B-Klasse. Die B-Jugend war hier erfolgrei­cher und wurde unbesiegt Gruppensieger mit 23:l Punkten und 31:4 Toren. Bei den nachfolgenden Spielen um die Kreismeisterschaft wurden die Jungens Vizemeister hinter dem Kreismeister Aßlar.

Ebenfalls im Jahre 1971 wurde erst­mals eine Damenfußballmannschaft gegründet. Auf Anhieb siegte sie in ihrem ersten Spiel mit 2:0 Toren in Bonbaden. Die nachfolgend stattfindenden Pokal­spiele der Damenmannschaften wurden alle erfolgreich abgeschlossen, und erst im Endspiel unterlagen sie gegen Naunheim mit l:0 Toren. Die Damen und Mädchen waren in den folgenden Jahren 1972 bis 1978 ununterbrochen Kreis­meister und Kreispokalsieger und stets Vizebezirksmeister. In den Endspielen um die Bezirksmeisterschaft mussten sie sich mit dem ewigen Endspielgegner Hungen (Oberhessen) auseinandersetzen. Die größere Erfahrung der Spielerin­nen aus Hungen entschied immer die Endspiele zu ihren Gunsten. Jahrelang war bei den Schwalbacher Spielerinnen Jonzek das, was bei den Männern Stefan Rech und Hans-Jürgen Kuhl waren, eine gute Spielerin und gefährliche Torjägerin.

Die 1. Mannschaft musste von 1972 bis 1978 in der B-Klasse spielen. Bis zuletzt blieben große Erfolge aus. Erst im Spieljahr 1978/79 konnte der Wiederaufstieg geschafft werden. Im Spieljahr 1976/77 muss jedoch noch ein Spiel besonders er­wähnt werden. Am 18. Mai 1977 musste man zum letzten Punktspiel als Spit­zenreiter mit nur einem Punkt Vorsprung vor Weilmünster zum dortigen Ver­ein. Ein Unentschieden hätte der S.G. gereicht, um den Wiederaufstieg in die A-Klasse zu schaffen. Vor einer Rekordzuschauerzahl von 2.200 Menschen (da­mals B-Klassenpunktspiel-Zuschauerrekord), wogte das Spiel hin und her und am Ende verloren wir recht unglücklich mit 2:3 Toren. Weilmünster stieg auf und die S.G. musste einen neue Anlauf starten. Diese Niederlage blieb nicht ohne Folgen für den Verein. Zahlreiche Spieler verließen ihn und schlossen sich an­deren Vereinen an. Jedoch der erfahrene Trainer Manfred Duppke gab nicht auf und motivierte die neu formierte Mannschaft bis in die Haarspitzen. Vom 1. Spieltag der Meisterschaftsrunde 1978/79 an sorgten die Jungens für Schlagzeilen in der Presse. Mit sage und schreibe 56:4 Punkten und einem Torverhältnis von 132:27 wurde die Meisterschaft errungen und der Wiederaufstieg in die A-Klasse Wetzlar/Oberlahn war geschafft.

1982 und 1983 konnte erneut der Schöffengrund-Pokal (früher Siebenmühlental-Pokal) gewonnen werden. Im gleichen Jahr wurde die C-Jugend Kreismeister und das gleiche schaffte die E-Jugend 1983.



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